Willkommen auf diesen Seiten über OrderSprinter, meiner kostenlosen Restaurant-Software. OrderSprinter ist eine Kombination aus mobiler Kasse und Bestellsystem (Point-of-Service, POS) und eignet sich vor allem für Cafés, Restaurants; Pensionen und Hotels, ist aber nicht auf den gastronomischen Bereich beschränkt. Auch die Nutzung auf stationären Bediengeräten ist durch eigens dafür angepasste Kellneransichten möglich.

Coronavirus

OrderSprinter und Corona

Die aktuelle Corona-Krise ist eine Herausforderung für uns alle. Die Gastronomie ist ganz besonders betroffen, denn selbst bei einer Öffnung werden vermutlich viele potentielle Gäste aus Angst vor einer Ansteckung Restaurants und Cafés zunächst meiden.

In diesem Kontext möchte ich anregen, dass Sie der Gastbestellkomponente eine Chance geben. Gäste können so von ihrem Platz aus mit ihrem eigenen Smartphone Speisen und Getränke bestellen und auf diese Weise das Ansteckungsrisiko etwas vermindern.

Da in den letzten Wochen die Frage häufiger an mich herangetragen wurde: Die Gastbestellkomponente wurde für die Nutzung im Gastraum konzipiert und lässt sich nicht in kurzer Zeit auf eine Lieferdienstsoftware umbauen - zumindest investiere ich meine gesamte freie Zeit aktuell in die Implementation der Vorgaben der Kassensicherungsverordnung, die ab 30.9. umzusetzen ist.

Die Gastbestellkomponente ist Bestandteil der kostenlosen OrderSprinter-Programmsuite.

Stefan Pichel, 30. Mai 2020

Wichtige Info: Seit 1.1.2020 ist die Kassensicherungsverordnung in Kraft. Aufgrund der Nichtverfügbarkeit zertifizierter TSE bis Ende 2019 gibt es eine Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30.9.2020, die unter gewissen Umständen (und von Bundesland zu Bundesland verschieden) bis 31.3.2021 verlängert wurde. Um die Kassensichv zu erfüllen, wird OrderSprinter in einer 2.x.x-Version benötigt! Beim Update von einer Version 1.x auf 2.x sind auch die eingesetzten Komponenten (z.B. Druckserver) auszutauschen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise auf der Unterseite KassenSichV! Die Funktion für Hotels, bei der Gäste die Rechnungen erst beim Check-out bezahlen, ist in der 2.0 bei aktivierter TSE (noch) nicht aktiviert.

Ursprünglich als reine Bestell- und Kassensoftware gestartet hat sich OrderSprinter mittlerweile mächtig weiterentwickelt, wie ein Blick in den Leistungskatalog zeigt.

Eine Herausforderung war es, dass Kellner von ihrem Mobilgerät aus den Bondruck auf verschiedenen auswählbaren Bondruckern starten können sollten. Die Lösung besteht aus einem Printserver, der in zwei Versionen beiliegt: Eine grafisch schön gestaltete Windows-Version und ein Java-Programm, das über die Kommandozeile gestartet werden kann. Die Java-Version habe ich geschrieben, damit die gesamte Kassensoftware sogar auf einem Mini-Computer Raspberry Pi lauffähig ist. So ein Raspberry Pi ist bereits ab 40 Euro erhältlich. Zusammen mit einem (fast) beliebigen mobilen Endgerät und einem handelsüblichen USB-Bondrucker kann man sich bereits eine Mini-Komplettlösung für unter 200 Euro aufbauen, frei von irgendwelchen Lizenzgebühren!

Raspberry Pi als All-in-One-Lösung für den OrderSprinter

Der Raspi als OrderSprinter-Webserver und Printserver ist die kostengünstigste Möglichkeit, ein Kassensystem aufzubauen. Allerdings hat OrderSprinter mittlerweile einen gewaltigen Funktionsumfang mit einer erntsprechenden Komplexität erreicht, die dem Server einige Leistung abfordert. Diesen Ansprüchen wird der Raspi für die aktuellen OrderSprinter-Versionen kaum noch gerecht. Daher empfehle ich für einen produktiven Einsatz leistungsstärkere Hardware, z.B.

  • den Acepc T11 (siehe meine Beschreibung hier) für etwa 130 Euro,
  • den Intel NUC mit SSD für ungefähr 250 Euro, oder
  • ein preiswertes Convertible oder Notebook als stationäres System.

Im Gegensatz zu einigen reinen Kassensystemen unterstützt die Software den gesamten digitalen Ablauf von der Bestellung durch den Kellner über die Zubereitung in der Küche (Speisen) oder im Schankbereich (Getränke), der Zustellung bis zur Abrechnung. Natürlich ist auch ein konventioneller Workflow über den Druck von Arbeitsbons möglich.

Anders als die Produkte vieler kommerzieller Anbieter handelt es sich beim OrderSprinter nur um Software, d.h. um die Hardware muss sich der Betreiber selbst kümmern. Die Webapplikation des OrderSprinters läuft jedoch auf so ziemlich jeder Hardware und in fast jedem Webpaket. OrderSprinter ist Freeware, die mit der Creative Commons Lizenz BY-NC-ND lizensiert ist (siehe Lizenz-Seite).

Desktop-Ansicht (Kassieren)

Die Implementierung der Kernkomponente als Webapplikation hat den entscheidenden Vorteil, dass man beim Einsatz alle Freiheiten bei der Auswahl der Hardware hat und nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden ist. Die Software ist so programmiert, dass sie sowohl auf Windows/Mac-PCs, iPhones, iPads, Android-Smartphones und vielen weiteren Systemen bedienbar ist, insofern das Endgerät internetfähig ist und einen kompatiblen Internetbrowser anbietet.

Viele Gastronomen verbringen viel Zeit damit, das Angebot sowohl im Kassensystem als auch auf der Seite des Betriebes immer aktuell zu halten. Deswegen kann OrderSprinter automatisch eine Kundenwebseite bereitstellen, die die relevanten Daten aus der Kassenkomponente verwendet (z.B. die eingebettete Speisekarte). Das spart Zeit und Änderungen im Angebot sind auch für den Kunden stets aktuell.


Kellnerin hält Smartphone mit OrderSprinter in der Hand

Noch ein Wort zur rechtlichen Absicherung: Obwohl die Version 1.0 der Software erst Okt 2014 fertiggestellt wurde, ist sie bereits sehr populär, so dass sich auch verschiedene Finanzämter mit ihr befasst haben! Daher hatte ich schon viele Gespräche mit den Finanzbeamten. In der Regel hatten sie keine schlimmen Dinge zu beanstanden. Und wenn doch mal kritische Rückmeldungen kamen, so habe ich eine Verbesserung immer schnell in einer neuer Version umsetzen können, so dass den betroffenen Anwendern keine Probleme entstanden sind.

Die KassenSichV stellt eine ziemlich große Herausforderung dar, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich auch diese Anforderungen rechtzeitig einbauen kann (TSE und DSFinV-K Export).

Trotzdem sei auch an dieser Stelle explizit darauf hingewiesen: Für Schäden durch den Einsatz der Software ist der Anwender verantwortlich, der Anbieter haftet nicht!