Das Produkt besteht nur aus der Software, die Hardware muss der Nutzer selbst kaufen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Software einzusetzen. Daraus resultiert aber jedoch auch die Menge und Art der Hardware, die benötigt wird.


Minimales Set-up

Seit Version 1.0.27 kann sowohl der Webservice als auch der Printservice auf einem Linux-System betrieben werden, so dass sich für ein sehr preisgünstiges Set-up der Raspberry Pi anbietet. Dabei handelt es sich um einen Minicomputer, der im Internet bereits ab etwa 40 erhältlich ist. Mindestens ein mobiles oder stationäres Endgerät (Smartphone, Tablet, PC) wird benötigt, welches bevorzugt über WLAN mit dem Server kommuniziert. Um den gesamten Restaurantbereich mit dem WLAN auszuleuchten, sollte ein WLAN-Adapter um die 15 Euro am Raspberry Pi angeschlossen werden. Da die Kunden natürlich auch Bonausdrucke erwarten, wird ein Bondrucker benötigt. Der Raspberry Pi kann mit den Bondruckern nur über USB sprechen. Es werden keine Treiber benötigt, da der OrderSprinter-Java-Printserver das Printer-eigene ESC/POS-Protokoll selbst implementiert hat.

Minimales Setup

Prinzipiell kann der Rasberry Pi so eingestellt werden, dass er selbst als sogenannter Access Point arbeitet, so dass nicht einmal ein zusätzlicher WLAN-Router benötigt wird.

Der Raspberry Pi ist mittlerweile in verschiedenen Modellversionen erschienen. Der Rasberry Pi 2 Model B ist das aktuell (Stand Juli 2015) leistungsfähigste Model. Zwar kann der Raspberry nicht die Serverperformance erreichen, die ein kommerzieller Serveranbieter zur Verfügung stellen kann, doch ist das in der Praxis bei der Benutzung vom OrderSprinter kaum bemerkbar.

Eine Kurzanleitung findet sich im Changelog-Dokument auf der Download-Seite. Eine ausführliche Anleitung findet sich im Abschnitt Dokumentation - Raspberry Pi.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Einrichtung dieser Minimal-Lösung nicht für Einsteiger geeignet ist! Für interessierte Anwender mache ich aber ein besonderes Angebot:

Wenn Sie mir eine 8GB SD-Karte zusenden, werde ich diese mit einem fertig konfigurierten System bespielt zurücksenden, welches genau auf der Hardware läuft, die ich auch in der Anleitung besprochen habe. Das mache ich für Sie kostenfrei, wenn Sie den so eingerichteten OrderSprinter anschließend auch mindestens eine Woche im eigenen Betrieb testweise einsetzen und ich anschließend einen Blick in die Datenbank werfen darf. So möchte ich sehen, wo Probleme aufgetaucht sind, die vielleicht nicht unbedingt für den Anwender sichtbar waren.

Bevor Sie mir jetzt eine SD-Karte zuschicken, setzen Sie sich bitte vorher per Email mit mir in Verbindung, damit wir die gewünschte Konfiguration besprechen können!


Umfangreicheres Set-up

Etwas mehr Komfort bekommt man, wenn man den Printserver auf einem Windows-Gerät betreibt, da der Windows-Printserver die Anbindung von bis zu 8 verschiedenen Bondruckern erlaubt, die je nach Typ (Getränke-/Speise-/Kassenbons) und Benutzer zugeordnet werden können. Diese Lösung eignet sich bevorzugt für Einsteiger, die die Konfiguration des Raspberry Pi scheuen.

  • WLAN-Router: Das Konzept sieht vor, dass alle Endgeräte über eine drahtlose Verbindung mit dem Server kommunizieren. Prinzipiell ist auch eine Kabelverbindung (Ethernet) möglich, aber die Einbindung von Smartphones oder Tablet-PCs (zur Aufnahme der Bestellung direkt am Tisch) wäre damit nicht möglich. WLAN-Router gibt es mittlerweile für unter 200 Euro. Das betriebsinterne Netzwerk sollte aus Sicherheitsgründen vom Gast-WLAN getrennt werden. Geräte wie z.B. FritzBox 7490 erlauben eine saubere Trennung.
  • Server: Die Software besteht aus der Webapplikation und dem Printserver. Für die Webapplikation wird ein Web-Server mit PHP und MySQL (mit innoDB als Speichersubsystem) benötigt.
    • Der Server muss nicht zwangsläufig als Hardware im Gastronomiebetrieb stehen. Stattdessen kann man ebenso recht einfach die Installation auf einem kommerziellen Webhoster vornehmen. Dieser kümmert sich im Idealfall um regelmäßige Sicherheitskopien und kostet in der Regel unter 10 Euro pro Monat. Hier ist darauf zu achten, dass die Verfügbarkeit während der Geschäftszeiten gewährleistet ist.
    • Die eigene Hardware im Haus dagegen bietet den entscheidenden Vorteil, dass die Netzwerkverbindung aufgrund der geringen Distanz zu den Endgeräten schneller ist und wesentliche kleinere Latenzen aufweist (die Software reagiert schneller). Ebenso ist man nicht von Offline-Zeiten wegen Serverupdates des Anbieters abhängig. Mit dem Rasberry Pi für etwa 40 Euro hat man einen Server im Scheckkartenformat, der sogar in der ersten Version ausreichend schnell für den produktiven Betrieb ist.
  • Bondrucker: Rechnungsdruck und bei Bedarf für den Druck von Arbeitsbons. Die Bondrucker müssen einen Windows-Treiber besitzen. Da sich die Bondrucker sicherlich an unterschiedlichen Standorten befinden sollen (Küche, Barbereich, Kassenbereich), bieten sich WLAN-fähige Bondrucker an. Kostenpunkt pro Bondrucker um die 100-200 Euro.
  • Windows-PC für den Printserver: Die meisten Bondrucker werden für Windows-Systeme angeboten. Die Printserver-Teil vom OrderSprinter wurde daher als Windows-Programm programmiert. Der Printserver verteilt die verschiedenen Druckaufträge je nach Typ (Kassenbon, Speisenarbeitsbon, Getränkearbeitsbon) auf die an ihn kabel- oder drahtlosangeschlossenen Bondrucker. Die Software ist für Windowsversionen ab Windows 7 geeignet, der leistungsschwächste PC reicht hier aus.
  • Endgeräte: Die Software ist so konzipiert, dass zur Bedienung web-fähige Endgeräte mit einem Internetbrowser benötigt werden. Dies ist mittlerweile bei allen handelsüblichen Smartphones, Tablet-PCs, PCs der Fall. Die Frage der Anzahl Endgeräte richtet sich nach dem gewünschten Arbeitsablauf. Soll statt über Arbeitsbons mit der Küchen/Bar/Bereitstellungs-Ansicht gearbeitet werden, ist im Zubereitungsbereich ein weiteres Endgerät (bevorzugt Tablet) einzuplanen. Für die Endgeräte sollte jeweils 100 is 200 Euro kalkuliert werden. Es sollten nicht die langsamsten Endgeräte verwendet werden, da diese die Bedienung ausbremsen können.
  • Stativ/Einbaurahmen: Soll die Kasse über einen Tablet-PC realisiert werden, so sollte dieser aus dekorativen Gründen in einem hübschen Halterung befestigt sein. Das sieht einfach professioneller aus...

Kellnerin nimmt Bestellung auf

Stefan Pichel, September 2015