Das Produkt besteht nur aus der Software, die Hardware muss der Nutzer selbst kaufen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Software einzusetzen. Daraus resultiert die Menge und Art der Hardware, die benötigt wird.


Minimales Set-Up mit bestehender Hardware

Wem ein stationäres Kassensystem ausreicht und bereits über ein Notebook und einen Bondrucker verfügt, der kann aus diesen Komponenten bereits eine funktionierende lokale Lösung zaubern. Ein solcher Aufbau bietet sich insbesondere für Gewerbe außerhalb der Gastronomie an, bei der das Buchen und Abrechnen von Artikeln zentral erfolgen kann.

Minimales Setup mit Laptop

Bondrucker und Rechner müssen bei diesem Aufbau direkt miteinander verbunden werden. Läuft auf dem Notebook Windows, so muss ein Windows-Treiber für den Bondrucker existieren - in diesem Fall kann die Verbindung je nach Modell und Treiber auch über WLAN oder Bluetooth passieren. Setzt man stattdessen auf Linux auf dem Notebook, so muss der Drucker über USB verbunden sein. Ein Linux-Treiber ist nicht erforderlich.

Wer die Laufzeitumgebung nicht lokal aufsetzen möchte, kann natürlich auch die Angebote kommerzieller Webhoster nutzen. Dies reduziert zwar den Installationsaufwand, die erforderliche Hardware jedoch nicht, denn einen Drucker mit Gerät, auf dem der Druckerserver läuft, und ein Bediengerät benötigt man weiterhin.

Minimales Set-up

Das Notebook kann auch durch einen preiswerten Mini-PC wie beispielsweise dem Raspberry Pi ersetzt werden. Diese Mini-PCs sind im Internet ab etwa 40 Euro erhältlich, zusammen mit Gehäuse, Netzteil und SD-Karte liegen die Anschaffungskosten bei etwa 60 Euro.

Der Drucker muss mit dem Mini-PC kommunizieren. Setzt man den Raspberry Pi ein, so muss aufgrund des Linux-Betriebssystem darauf achten, dass der Bindrucker über eine USB-Verbindung verfügt.

Mindestens ein mobiles oder stationäres Endgerät (Smartphone, Tablet, PC) wird benötigt, welches bevorzugt über WLAN mit dem Server kommuniziert. Der WLAN Access Point kann auch vom Mini-PC bereutgestellt werden, beim Raspberry Pi kostet ein praxistauglicher WLAN-Adapter um die 15 Euro.

Minimales Setup

Es sei allerdings angemerkt, dass die Einrichtung des Mini-PCs als Access Point weitergehende Netzwerkkenntnisse voraussetzt. Daher wird empfohlen, als Access Point einen standardüblichen WLAN-Router zu verwenden.

Minimales Setup mit Raspi und Router

Der Raspberry Pi ist mittlerweile in verschiedenen Modellversionen erschienen. Trotz der mit jeder Version gestiegenen Leistungsfähigkeit kann der Raspberry Pi nicht die Serverperformance erreichen, die ein selbst ein altes Notebook als Server oder gar ein kommerzieller Serveranbieter zur Verfügung stellen kann. Ähnlich verhält es sich mit anderen Mini-PCs der Preisklasse unter 100 Euro.


Umfangreicheres Set-up

Etwas mehr Komfort bekommt man, wenn man den Printserver auf einem Windows-Gerät betreibt, da der Windows-Printserver die Anbindung von bis zu 8 verschiedenen Bondruckern erlaubt, die je nach Typ (Getränke-/Speise-/Kassenbons) und Benutzer zugeordnet werden können. Diese Lösung eignet sich bevorzugt für Einsteiger, die die Konfiguration des Raspberry Pi scheuen.

  • WLAN-Router: Das Konzept sieht vor, dass alle Endgeräte über eine drahtlose Verbindung mit dem Server kommunizieren. Prinzipiell ist auch eine Kabelverbindung (Ethernet) möglich, aber die Einbindung von Smartphones oder Tablet-PCs (zur Aufnahme der Bestellung direkt am Tisch) wäre damit nicht möglich. WLAN-Router gibt es mittlerweile für unter 200 Euro. Das betriebsinterne Netzwerk sollte aus Sicherheitsgründen vom Gast-WLAN getrennt werden. Geräte wie z.B. FritzBox 7490 erlauben eine saubere Trennung.
  • Server: Die Software besteht aus der Webapplikation und dem Printserver. Für die Webapplikation wird ein Web-Server mit PHP und MySQL (mit innoDB als Speichersubsystem) benötigt.
    • Der Server muss nicht zwangsläufig als Hardware im Gastronomiebetrieb stehen. Stattdessen kann man ebenso recht einfach die Installation auf einem kommerziellen Webhoster vornehmen. Dieser kümmert sich im Idealfall um regelmäßige Sicherheitskopien und kostet in der Regel unter 10 Euro pro Monat. Hier ist darauf zu achten, dass die Verfügbarkeit während der Geschäftszeiten gewährleistet ist.
    • Die eigene Hardware im Haus dagegen bietet den entscheidenden Vorteil, dass die Netzwerkverbindung aufgrund der geringen Distanz zu den Endgeräten schneller ist und wesentliche kleinere Latenzen aufweist (die Software reagiert schneller). Ebenso ist man nicht von Offline-Zeiten wegen Serverupdates des Anbieters abhängig. Mit dem Rasberry Pi für etwa 40 Euro hat man einen Server im Scheckkartenformat, der sogar in der ersten Version ausreichend schnell für den produktiven Betrieb ist.
  • Bondrucker: Rechnungsdruck und bei Bedarf für den Druck von Arbeitsbons. Die Bondrucker müssen einen Windows-Treiber besitzen. Da sich die Bondrucker sicherlich an unterschiedlichen Standorten befinden sollen (Küche, Barbereich, Kassenbereich), bieten sich WLAN-fähige Bondrucker an. Kostenpunkt pro Bondrucker um die 100-200 Euro.
  • Windows-PC für den Printserver: Die meisten Bondrucker werden für Windows-Systeme angeboten. Die Printserver-Teil vom OrderSprinter wurde daher als Windows-Programm programmiert. Der Printserver verteilt die verschiedenen Druckaufträge je nach Typ (Kassenbon, Speisenarbeitsbon, Getränkearbeitsbon) auf die an ihn kabel- oder drahtlosangeschlossenen Bondrucker. Die Software ist für Windowsversionen ab Windows 7 geeignet, der leistungsschwächste PC reicht hier aus.
  • Endgeräte: Die Software ist so konzipiert, dass zur Bedienung web-fähige Endgeräte mit einem Internetbrowser benötigt werden. Dies ist mittlerweile bei allen handelsüblichen Smartphones, Tablet-PCs, PCs der Fall. Die Frage der Anzahl Endgeräte richtet sich nach dem gewünschten Arbeitsablauf. Soll statt über Arbeitsbons mit der Küchen/Bar/Bereitstellungs-Ansicht gearbeitet werden, ist im Zubereitungsbereich ein weiteres Endgerät (bevorzugt Tablet) einzuplanen. Für die Endgeräte sollte jeweils 100 is 200 Euro kalkuliert werden. Es sollten nicht die langsamsten Endgeräte verwendet werden, da diese die Bedienung ausbremsen können.
  • Stativ/Einbaurahmen: Soll die Kasse über einen Tablet-PC realisiert werden, so sollte dieser aus dekorativen Gründen in einem hübschen Halterung befestigt sein. Das sieht einfach professioneller aus...

Kellnerin nimmt Bestellung auf

Stefan Pichel, September 2015